Want to
Was will ich eigentlich? Ich denke das ist eine Frage, die wir uns deutlich öfter stellen sollten als nur einmal nach dem Abitur. Sie umfasst so viele Dinge, so viele mehr als nur die Berufswahl. Wie möchte ich leben, wo möchte ich sein? Möchte ich sesshaft sein oder statt einer Wohnung vielleicht doch lieber einen Camper, mit dem ich alle zwei Wochen meinen Standort wechseln kann? Wie beginne ich meinen Morgen? Womit fülle ich meinen Tag, was möchte ich lernen? Was esse ich, damit es meinem Körper gut geht, wie kann ich ihn in seiner Gesundheit möglichst effizient unterstützen? Was tue ich für meine mentale Gesundheit? Bin ich im Reinen mit mir? Höre ich meiner Intuition zu, meinem Herzen?
Was will ich eigentlich? Es gibt so viele Dinge, die wir tun können. Die wir tun sollten, weil es die Gesellschaft sie von uns verlangt. Weil sich das so gehört. Weil andere das von uns erwarten. Warum hören wir darauf? Warum ist uns so wichtig, was andere über uns denken? Welches Bild sie von uns haben? Das macht doch uns selbst nicht aus. Es macht nur negative Gedanken und steckt uns in diese kleinen Käfige, beschränkt unsere Gedanken, weil wir uns nicht trauen, unseren Visionen nachzugehen. Wirklich das zu tun, wovon wir träumen und auch mal aus der Reihe zu tanzen. Denn das gehört sich ja nicht. Wer bricht schon zum zweiten Mal ein Studium ab, wer ändert mit 26 Jahren schon noch seine Berufswahl? Das gehört sich nicht, daraus kann doch nichts werden.
Aber frage dich mal ganz ehrlich: Was willst du eigentlich? Ohne auch nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, was andere davon halten werden. Ohne mit dem Verstand zu denken, das Ego in den Vordergrund rücken zu lassen. Frage mal dein Herz, ob es glücklich ist. Was du tun kannst, damit es dir noch besser geht. Welche Dinge nicht in dein Leben passen, welche Kleinigkeiten und Rituale du verändern kannst. Es ist allein deine Entscheidung.
Denn was willst du eigentlich? Die Entscheidungen, die du triffst, tangieren einzig und allein dich selbst. Du, nur du trägst die Konsequenzen. Aber auch allein du trägst die Verantwortung für dein Leben. Dafür, dass du ein glückliches Leben führst und nicht Eines, das fremdbestimmt ist von den Leuten, die wahrscheinlich selbst nicht glücklich damit sind. Niemand kann dir das abnehmen, wir sind alle so individuell. Nur weil es sich so gehört, weil es der vernünftige oder sichere Weg ist. Weil man damit keine Risiken eingeht. Aber, mal ganz im ernst: Was ist es für ein Leben, wenn man keine Risiken eingeht? Worum geht es denn dann? Denn, nur, wer etwas riskiert, kann auch wirklich etwas gewinnen. Und am Ende des Tages ist es doch nur dein Leben. Und am Ende des Tages geht es doch nur um diese eine, alles entscheidende Frage:
Was willst du eigentlich? Wo willst du hin? Und wer willst du sein?




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