The One
Wir alle suchen immer nach „dem Einen“. Wir leben in Etappen. Wenn wir „den Partner“, „den Job“, „die Wohnung“ oder „das Hobby“ gefunden haben. Wenn wir befördert wurden. Uns wieder verliebt haben oder eine Medaille gewonnen haben. Dann werden wir endlich glücklich sein und die Suche nach „dem Einen“ hat ein Ende.
Was ist das für ein sinnloses Leben, bei dem der Gedanke an Glück nur an Dinge geknüpft ist. Dinge, die wir erreichen wollen. Dinge, die im Außen und teilweise gar nicht zu beeinflussen sind. Warum geben wir diesen Dingen die Macht über unser Glück?
Woher kommt dieser Gedanke, sich ständig vergleichen zu müssen und nur „gut genug“ zu sein, wenn man bestimmte Dinge in seinem Leben hat? Nur dann glücklich sein zu dürfen. Wenn man mal darüber nachdenkt, wie unterschiedlich wir alle sind, wird dieser Gedanke immer surrealer, ergibt immer weniger Sinn. Warum sollte uns dieses eine Leben glücklich machen, wo wir uns zwar alle ähneln uns jedoch so sehr unterscheiden? Und warum sollten wir nicht vorher glücklich sein können?
Wer sagt denn, dass es „das Eine“ überhaupt gibt? Und wer sagt, dass es nur „das Eine“ gibt? Wer sagt, dass es nicht mehrere Dinge gibt, die uns das Glück bringen können? Und wer sagt, dass dazu diese Dinge überhaupt nicht nötig sind?
Ein bekanntes Zitat lautet „Der Weg ist das Ziel“. Das ist so banal und doch steckt so viel Wahrheit dahinter. Wir warten immer darauf, dass irgendjemand oder irgendetwas aus dem Außen uns unser Glück bringt. Als würde es eines Tages vom Postboten gebracht werden und auf einmal ist alles anders. Auf einmal sind wir endlich glücklich.
Aber ich glaube, dass genau das der falscheste Ansatz ist, den man haben kann. Was wäre das für ein trauriges Leben, wenn man sein Leben lang nur auf bestimmte Dinge hinarbeitet und seine Energie darin investiert, nur, um dann zu hoffen, dass das Erreichen dieser Ziele einem das Glück bringt. Wie sinnlos wäre solch ein Leben, wenn es gar nicht erst dazu kommt? Wenn man vorher einen Autounfall hat und dieses große Ziel gar nicht erst erreicht - dann hat man sein Leben lang nur auf etwas hingearbeitet, was man gar nicht erleben durfte.
Und, selbst wenn uns diese eine Sache dann glücklich macht - steht das im Verhältnis? Sind diese Momente des Glücks all die jahrelange Arbeit, Zeit und Energie wert?
Ich denke, „glücklich sein“ ist kein Zustand. Es ist vielmehr eine Lebenseinstellung, ein Mindest. Wie man die Welt um sich herum wahrnimmt und sie analysiert. Wie man die Dinge, die einem widerfahren, einordnet und sie für sich selbst reflektiert. Wie man der Welt und seinen Mitmenschen gegenübertritt. Was man ausstrahlt.

Es geht doch um das Wie, vielmehr als um das Was. Es geht doch darum, dass wir im Optimalfall morgens mit einem Lächeln aufstehen und uns nur über die Tatsache freuen, am Leben zu sein. Das ist vielleicht das wahre Glück. So sehr mit sich selbst im Reinen zu sein, dass man von diesen äußeren Umständen gar nicht abhängig ist. Dass die Dinge einen zwar tangieren, aber nur bis zu einem bestimmten Grad. Sie uns nicht mehr in die Tiefe reißen.
You live the life you create. Und das jeden Tag. Du kannst jeden Tag aufs Neue entscheiden, wie du deinen Tag beginnst. Welche Routinen du in dein Leben holst. Mit welchen Menschen du dich umgibst. Es sind die kleinen Dinge, die einen so grundlegenden Unterschied machen und deine Stimmung beeinflussen. Du bist deine längste Beziehung. Die Beziehung zu dir selbst ist die wichtigste. Achte darauf, dass es dir gut geht, pflege deine Psyche und deinen Körper. Es ist nicht wichtig, was andere über dich denken. Wichtig ist nur, was du selbst über dich denkst.
That’s Step One. Darauf baut alles andere auf.
Ziele sind wichtig. Genauso wichtig ist allerdings, wie du den Weg dorthin für dich gestaltest.
Du ziehst das an, was für dich gut ist und, was du brauchst. Vertraue darauf und stehe für dich selbst. Mache dich nicht von all diesen externen Dingen abhängig, das ist nicht nötig.
You are enough!



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