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Everything is temporary

Josephin S
9. Apr. 2021
3 Min. Lesezeit

Alles ist temporär, alles ist vergänglich. Dieser Satz, dieses Statement hat in meinem Kopf schon so einige Male einen Schalter umgelegt. Alles ist vergänglich. Nichts ist für immer. Nichts wirklich konstant. So etwas wie Sicherheit gibt es nicht wirklich und Kontrolle ist nur eine Illusion. Wir suchen immer danach: Nach unserem Zuhause, bei dem wir endlich ankommen können. Bei dem wir endlich die Sicherheit finden, nach der wir doch schon unser ganzes Leben suchen. Dieses etwas wird oft auf Personen projiziert, auf den Partner oder den Beruf.

Aber tatsächlich und nüchtern betrachtet ist nichts für immer. Freundschaften kommen und gehen. Beziehungen kommen und gehen. Gegenstände, Stimmungen, Emotionen, Träume, Gedanken. Jahreszeiten kommen und gehen. Gehen und kommen. Nichts bleibt für immer, alles ist nur temporär. Und das ist okay. Das soll sogar so. Das ist der Lauf der Natur.

Aber genauso gibt es uns die Möglichkeit, loszulassen. Alles Gute kommen und aber auch wieder gehen zu lassen. Denn, was bleiben will, bleibt und was gehen will, wird sowieso gehen. Es hat keinen Zweck, an Dingen festzuhalten. Um manches kann man kämpfen, sollte man sogar. Aber irgendwann muss man erkennen, dass es keinen Sinn mehr hat. Und loslassen. Gedanklich ehrlich loslassen. Ja, es tut weh. Mehr als man sich vielleicht eingestehen möchte. Aber es ist so wichtig, den Schmerz nicht zu verdrängen, sondern sich damit auseinanderzusetzen. Hinter das Gefühl zu blicken und zu erkennen, was einem wirklich diese Schmerzen bereitet. Und auch hier hilft es, zu wissen: alles ist temporär. Nach jedem Tunnel kommt auch wieder Licht, die negativen Gefühle und Gedanken werden nicht für immer bleiben. Es werden wieder gute Tage kommen. Nichts stagniert, es wird sich immer wieder etwas ändern. Ins Positive und ins Negative. Ist das vielleicht unser für immer? Dass alles kommt und geht? Und das immer wieder?


Loslassen kann so viele neue schöne Dinge bringen. Es schafft Platz für Neues. Du kannst nichts Neues zulassen, solange das Alte noch den Zutritt versperrt.

Es ist relevant, was für Gedanken man zulässt. Sind es giftige Gedanken, die deinen Selbstwert Tag für Tag minimieren oder sind es gute Gedanken, die dir die Möglichkeit zum Träumen geben und dir Kraft und Energie schenken, um weiterzumachen. Dir deine Ziele wieder und wieder vor Augen führen und den Weg dorthin verschönern.

You get what you give. Du kannst es verändern, jederzeit. Du bist der Macher deiner Selbst, deines eigenen Lebens. Jeder Tag ist eine neue Chance. Denn letztendlich geht es doch um so viel mehr im Leben. Es geht um jeden kleinen Augenblick. Jeder könnte der Letzte sein und deine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass er es wert war. Dass du in diesem letzten Augenblick auf dein Leben zurückblickst und dir sagst „das war es wert“. Das war es mir wert, dieses Leben zu leben. Die schönen Momente haben die dunklen erhellt. Die dunklen Zeiten zu durchleben war es wert, die hellen erleben zu dürfen.


Denn alles ist vergänglich, so sehnlichst man sich auch diese Sicherheit wünscht, es gibt sie nicht. Man kann sich an niemandem festhalten, nur an sich selbst. Man selbst ist die längste und einzige Konstante im eigenen Leben. Alles andere ist wandelbar.

Wer das versteht, versteht auch, wie wichtig die Beziehung zum eigenen selbst ist. Und wer das verstanden hat, findet endlich auch ein Stück weit zur eigenen Sicherheit.

So, start living more in the now. Cause now is temporary.





 
 
 

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